Tiergestützte Interventionen

Tiere lassen sich nicht von Kleidung, Schmuck oder Geld beeindrucken. Sie sind vorurteilslos, sofern sie nicht schlechte Erfahrungen gemacht und Reaktionen dazu abgespeichert haben. Wir bedienen uns zur Verständigung vor allem der Sprache und bemerken meist gar nicht, dass auch wir uns zu einem erheblichen Teil über Körpersprache mitteilen. Tiere lesen in erster Linie unsere Körpersprache, aber sie sehen ihr Gegenüber nicht nur, sie nehmen dessen gesamte Ausstrahlung wahr und spiegeln diese auch deutlich. Wie fein die Wahrnehmung von Tieren sein kann zeigt sich z. B. darin, dass sensible Hunde einen epileptischen Anfall bereits spüren können, bevor er sich für uns sichtbar entwickelt.

 

Tiere wirken bereits durch ihre Gegenwart auf Menschen in ihrer Nähe ein, dabei ist weder eine besonders große Nähe, noch eine Berührung zwingend notwendig. Sie können eine tiefgehend, beruhigende Wirkung haben, Stabilität, Selbstbewusstsein und Authentizität fördern und z.B. bei Demenzkranken alte Erinnerungen und Gefühle wieder aufleben lassen. Der Umgang mit Tieren kann je nach Einsatz Entspannung, Motorik, Koordination, Gleichgewicht oder Emphathie fördern, er kann auch die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen unterstützen oder dazu führen, dass man sich seiner Gefühle, Blockaden und Verspannungen bewusst wird und dann daran arbeiten kann.

 

Die Arbeit mit Pferden hat sich nicht nur für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen bewährt, auch in der Traumatherapie zeigt sie große Erfolge. Der Umgang mit diesen großen, starken Tieren, die dennoch unglaublich sanft sein können und hoch sensibel sind, ist zur Arbeit an der eigenen Persönlichkeit ideal geeignet. Ich arbeit mit meinem Sohn Valentin Haas zusammen, er ist Pferdetrainer und Coach.